Persönliches
Aus der Werkstatt in die Welt, und wieder zurück.
Ich bin in einem Handwerksbetrieb aufgewachsen, war die Erste in meiner Familie mit Abitur und bin mit Rucksack und Motorrad durch 34 Länder gereist. Heute studiere ich zwei Fächer parallel und begleite kleine Unternehmen durch Veränderung. Hier erzähle ich, wie das alles zusammenhängt.
- 34Länder bereist, viele davon mit dem Motorrad
- 1.Akademikerin in meiner Familie
- 2Studiengänge parallel: BWL und Kommunikationspsychologie
- 2005geboren in Schongau, heute 21 Jahre alt
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Kapitel 1 · Herkunft
Groß geworden zwischen Glas, Baustelle und Büro
Meine Eltern haben die Glaserei Endhart im Pfaffenwinkel vor über 30 Jahren gegründet. Betrieb und Familie waren bei uns nie getrennt. Am Küchentisch ging es um Angebote, Mitarbeitende und Kunden, und ich habe früh gesehen, was es heißt, sich etwas Eigenes aufzubauen: mit Mut, Ausdauer und viel Arbeit.
Studiert hatte bei uns vorher niemand. Meine Eltern haben mich trotzdem immer bestärkt, meinen eigenen Weg zu gehen. Dadurch habe ich gelernt, mir Chancen selbst zu suchen. Bis heute packe ich im Betrieb mit an, im Büro genauso wie auf der Baustelle.

Zuhause im Pfaffenwinkel -
Kapitel 2 · Neugier
Immer ein bisschen über den Tellerrand
Schon in der Schulzeit wollte ich mehr sehen als den Stundenplan. Ich habe mir einen zweimonatigen Austausch nach Paris selbst organisiert, durfte beim Begabtenprogramm „Unitag“ an der LMU München Vorlesungen besuchen und war im letzten Schuljahr Schülersprecherin.
Am meisten geprägt hat mich das Projekt-Seminar „Schule ohne Rassismus – Interkulturelle Kommunikation“ mit einer Studienfahrt nach Sarajevo. Erinnerungskultur, Religion, Dialog: Seitdem lässt mich die Frage nicht los, wie Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen gut miteinander umgehen. Deshalb fahre ich bis heute regelmäßig zu Tagungen der Akademie für Politische Bildung in Tutzing.

Bukarest, Rumänien -
Kapitel 3 · Aufbruch
Ein Jahr, das ich mir selbst verdient habe
Nach dem Abitur habe ich mich bewusst gegen den direkten Studienstart entschieden. Ich habe Vollzeit in der Produktion bei Hochland gearbeitet und mit dem Geld meine Reise finanziert: Südostasien mit dem Rucksack, Indien ganz allein mit dem Motorrad, danach vier Wochen und rund 4.000 Kilometer durch Marokko, komplett selbst geplant.
Unterwegs lernt man schnell, Probleme ohne Plan B zu lösen, mit wenig Sprache viel zu verstehen und sich auf Fremde einzulassen. Ich bin selbstständiger zurückgekommen und wusste genauer, was ich will.

Marokko 
Im Regenwald -
Kapitel 4 · Ankommen
Wirtschaft verstehen, Menschen verstehen
Seit 2024 studiere ich BWL in Kempten und habe gemerkt: Die spannendsten Fragen in Unternehmen sind fast immer menschliche. Deshalb studiere ich seit 2025 zusätzlich Kommunikationspsychologie im Fernstudium.
Für meine Leistungen bekomme ich das Deutschlandstipendium, ich war Teil der Schwaben Innovation Masterclass mit Auslandsblock in Bergamo und begleite seit diesem Semester als KI-Tutorin Lehrende an meiner Hochschule.

Verleihung des Deutschlandstipendiums mit meinen Förderern von Endress+Hauser · Foto: Ralf Lienert -
Kapitel 5 · Machen
Etwas Eigenes, das Sinn stiftet
2026 habe ich Lech-Impuls gegründet. Ich begleite kleine Betriebe bei Nachfolge, Personalentscheidungen und Veränderung, also genau bei den Themen, die ich aus meiner eigenen Familie kenne. Daneben baue ich digitale Produkte auf, von einer Online-Werkstatt bis zu eigenen Apps.
Was mich antreibt, haben mir meine Eltern vorgelebt: anpacken, Verantwortung übernehmen und das Leben dabei nicht vergessen.

Bei der Arbeit für Lech-Impuls
Unterwegs
Bilder aus den letzten Jahren






Wofür ich stehe
„Bildung ist für mich der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben.“
„Ich möchte etwas aufbauen, das fachlich und menschlich Sinn stiftet.“
„Andere Kulturen erweitern den eigenen Blick. Offenheit und Respekt sind heute wertvoller denn je.“
„Work hard, play hard. Das habe ich zuhause gelernt.“
Was andere über mich sagen
„Die Kombination aus analytischer Kompetenz, klarer Haltung und menschlicher Sensibilität.“
„Sensible Inhalte wurden ruhig, professionell und mit hoher sozialer Kompetenz begleitet.“
„Würden Sie erneut mit mir zusammenarbeiten? Ja, ohne Einschränkung.“
Abseits vom Schreibtisch
Motorrad
Motorräder begleiten mich, seit ich denken kann. Gefahren bin ich vor allem eine BMW F 650 GS, eine R 1150 R und eine Royal Enfield Himalayan. Kleinere Reparaturen mache ich selbst.
Reisen
Am liebsten dorthin, wo ich die Sprache nicht spreche. Viel unterwegs bin ich in Europa und auf dem Balkan, dazu Indonesien, Kolumbien und Indien, dort allein mit dem Motorrad.
Sprachen
Deutsch, Englisch auf C1, Französisch und Spanisch, dazu das Große Latinum.
Gesellschaft
Politische Tagungen in Tutzing, die Wirtschaftsjunioren Landsberg und viele Gespräche mit Menschen, die anders denken als ich.

Lust auf ein Gespräch?
Ob Projekt, Zusammenarbeit oder einfach ein Austausch: Ich freue mich, von Ihnen zu hören.